Schulungen und Fortbildungen

In der Präventionsordnung sind verpflichtende Sensibilisierungs- und  Qualifizierungsmaßnahmen für alle beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen vorgesehen, um das Wissen und die Handlungskompetenz im Umgang mit sexualisierter Gewalt zu vertiefen und eine Kultur der Achtsamkeit zu etablieren. Die dafür notwendige innere Haltung der beteiligten Personen soll auf allen Ebenen entwickelt und gestärkt werden. Dazu gehört auch die Förderung einer positiven Einstellung zur Sexualität, die verantwortlich zu gestalten ist und die Freiheit und Menschenwürde beachtet.

Ausführungsbestimmungen

Zielgruppen, Schulungsumfänge und Rahmenbedingungen sind in den zum 01.09.2018 aktualisierten Ausführungsbestimmungen zur Präventionsordnung konkretisiert. Je nach Aufgabenbereich, Art, Dauer und Intensität des Kontaktes mit Kindern und Jugendlichen sowie dem Grad an Leitungsverantwortung sind drei verschiedene, aufeinander aufbauende Schulungsformate vorgesehen:

  • Sensibilisierung mehr
  • Basis-Schulung mehr
  • Intensiv-Schulung mehr
  • Mindestens alle fünf Jahre gilt für beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Pflicht zur Teilnahme an einer Auffrischung oder vertiefenden Fortbildung. mehr

Die Verantwortung für die Umsetzung der Schulungsverpflichtung liegt beim jeweiligen Rechtsträger. Nachgewiesene Vorerfahrungen der Mitarbeitenden werden anerkannt.

Schulungstermine 2019 / 2020

Für Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Schulungstermine für Ihre Gemeinde, Berufsgruppe oder Einrichtung vereinbaren Sie bitte mit dem Präventionsbeauftragten.

Intensiv-Schulung für Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten und andere Interessierte

Basis-Schulungen für Lehrkräfte an katholischen Schulen und Religionslehrkräfte an staatlichen Schulen


Für Ehrenamtliche in Pfarrgemeinden

Basisschulungen
  • 26. Oktober 2019 von 10.00-16.30 Uhr in der Pfarrei St. Dominicus in Berlin-Neukölln
    Anmeldung (max. 25 Personen) im Pfarrbüro unter pfarrbuero(ät)bruder-klaus-berlin.de oder Tel: 030 / 666 24 87-0
    Ort: Lipschitzallee 74, 12353 Berlin
    ReferentInnen: Andrea Hallmann (Schulungsreferentin für Prävention) und Burkhard Rooß (Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin)
  • 9. November 2019 von 10.00-16.30 Uhr in der Pfarrei Herz Jesu in Berlin-Zehlendorf
    Anmeldung (max. 25 Personen) im Pfarrbüro unter herz.jesu(ät)t-online.de oder Tel: 030 / 801 70 40
    Ort: Riemeisterstr. 2, 14169 Berlin
    Referent: Burkhard Rooß (Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin)
  • 30. November 2019 von 10.00-16.30 Uhr in Maria Unbefleckte Empfängnis in Zossen
    Anmeldung (max. 25 Personen) bei Gemeindereferentin Judith Lübker unter Judith.Luebker(ät)erzbistumberlin.de oder Tel: 03379 / 372664  
    Ort: Wasserstr. 7 in 15806 Zossen
    Referent: Burkhard Rooß (Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin)
Sensibilisierung
  • 08. November 2019 von 19.00-22.00 Uhr in Maria Königin des Friedens, Biesdorf
    Anmeldung (max. 25 Personen) im Pfarrbüro unter pfarrbuero(ät)kirche-biesdorf.de oder Tel: (030) 542 86 02
    Ort: Oberfeldstr. 58/60, 12683 Berlin
    Referent: Christoph Dähnrich (Schulungsreferentin für Prävention)
  • 13. November 2019 von 18.00-21.00 Uhr in St. Markus, Spandau
    Anmeldung (max. 25 Personen) bei Steffi Rohrdanz-Stas unter Tel: 0160/ 62 79 181 oder unter Steffi.Rohrdanz-Stas(ät)erzbistumberlin.de
    Ort: Am Kiesteich 50 in 13589 Berlin
    Referentinnen: Daniela Charest und Steffi Rohrdanz-Stas (Schulungsreferentinnen für Prävention)
 

Für ehrenamtliche Jugendliche

Vom BDKJ und seinen Mitgliedsverbänden werden im Rahmen der Jugendgruppenleiterausbildung („Juleica-Schulung“) regelmäßig Präventionskurse für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugend(verbands)arbeit angeboten. Informationen zu weiteren Präventionskursen für ehrenamtliche Jugendliche gibt es auch im Jugendseelsorgeamt.

 

Fortbildungen

  • Geistlicher Missbrauch – affektive, mentale, soziale und spirituelle Aspekte
    22. Oktober 2019, 10.00 – 17.00 Uhr, Referentin Dr. phil. Hannah Schulz, Info und Anmeldung
  • Workshop „Wie erarbeite ich ein Schutzkonzept in meiner Pfarrgemeinde/ meinem Pastoralen Raum?“
    20. Januar 2020, 9.00 – 16.00 Uhr, Leitung: Burkhard Rooß (Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin), Info und Anmeldung
  • Einführung in die Traumapädagogik
    17. Februar 2020, 10.00 – 17.00 Uhr, Referent: Dipl.-Psych. Daniel Voigt, Info und Anmeldung

Ausbildung von Präventionsbeauftragten in Pfarrgemeinden

  • Ausbildung von Präventionsbeauftragten für Pfarrgemeinden und pastorale Räume
    3. Dezember 2019, 9.00 – 16.00 Uhr, Leitung: Burkhard Rooß (Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin), Info und Anmeldung

Sensibilisierung

(1)  Zielgruppen der Sensibilisierung sind

a) Ehrenamtliche mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen, soweit sie nicht unter Nr. 6 fallen,

insbesondere

b) Beschäftigte ohne pastoralen/pädagogischen/medizinischen/therapeutischen/pflegerischen Auftrag mit gelegentlichem Kontakt zu Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen (inkl. MAE-Kräfte, Praktikantinnen und Praktikanten mit Einsatzzeit über drei Monate, u. ä.),

insbesondere

c)   Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern aus den Bereichen Medizin, Pflege und Therapie, soweit sie nicht unter Nr. 6 oder Nr. 7 fallen.

(2) Der Umfang der Sensibilisierung beträgt mindestens drei Zeitstunden.


Basis-Schulung

(1) Zielgruppen der Basis-Schulung sind

a) Ehrenamtliche mit intensivem Kontakt zu Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen, insbesondere bei Maßnahmen mit Übernachtung,

insbesondere

b) Beschäftigte mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen (inkl. MAE-Kräfte, Freiwilligendienstleistende, Praktikantinnen und Praktikanten mit Einsatzzeit über drei Monate, u. ä.),

insbesondere

c)    Führungskräfte in Krankenhäusern mit strategischer Verantwortung (Direktorium, Geschäftsführung, Chefärzte/-ärztinnen, Pflegedienstleitung, MAV-Vorsitzende u.a.) oder mit operativer Personalverantwortung (Stationsleitungen, Abteilungsleitungen, Oberärzte/-ärztinnen u.a.), bei Teilnahme an einem zusätzlichen zweistündigen Leitungsmodul.

(2)   Die Sensibilisierung ist Bestandteil der Basis-Schulung.

(3)   Der Umfang der Basis-Schulung beträgt mindestens sechs Zeitstunden.


Intensiv-Schulung

(1) Zielgruppen der Intensiv-Schulung sind

a) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leitungs-, Personal- oder  Ausbildungsverantwortung,

insbesondere

b) Beschäftigte mit intensivem Kontakt zu Kindern, Jugendlichen oder erwachsenen Schutzbefohlenen,

insbesondere

(2) Die Basis-Schulung ist Bestandteil der Intensiv-Schulung.

(3) Der Umfang der Intensiv-Schulung beträgt mindestens 12 Zeitstunden.

 

Auffrischung und Vertiefung
Der Rechtsträger hat dafür Sorge zu tragen, dass Leitungskräfte und die beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit pastoralem, pädagogischem, medizinischem, therapeutischem oder pflegerischem Auftrag mindestens alle fünf Jahre an einer Auffrischung- oder vertiefenden Fortbildung teilnehmen. Der Umfang einer Auffrischung oder vertiefenden Fortbildung umfasst mindestens drei Zeitstunden. Als Auffrischung oder vertiefende Fortbildung gelten:

Kontakt

Burkhard Rooß
Präventionsbeauftragter des Erzbistums Berlin
Ahornallee 33, 14050 Berlin
Tel.: (030) 204 548 3-27
E-Mail: burkhard.rooss(ät)erzbistumberlin.de